Nachbarschaftskonflikt
Pakistanische Luftwaffe greift Ziele in Afghanistan an - "Offener Krieg"

Der militärische Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan nimmt an Härte zu. Pakistan griff in der Nacht Ziele im benachbarten Afghanistan aus der Luft an, darunter solche in der Hauptstadt Kabul.

    Zwei bewaffnete afghanische Taliban-Kämpfer an der Grenze zu Pakistan nahe Kandahar
    Afghanische Taliban-Kämpfer an der Grenze zu Pakistan nahe Kandahar (AFP / AIMAL ZAHIR)
    Wie die Regierung in Islamabad mitteilte, wurden militärische Einrichtungen attackiert - auch in den Provinzen Kandahar und Paktia. Zahlreiche Kämpfer der afghanischen Taliban wurden demnach getötet. Dies sei die Reaktion auf die Agressionen der gegnerischen Seite, hieß es. Der pakistanische Verteidigungsminister Asif sprach von einem offenen Krieg. Die Taliban bestätigten die Angriffe.
    Gestern hatten afghanische Einheiten pakistanische Stellungen im Grenzgebiet attackiert und laut Taliban-Angaben zahlreiche Außenposten des Gegners eingenommen. Dem waren am Wochenende davor wiederum pakistanische Angriffe vorangegangen.
    Die Beziehungen zwischen den Nachbarländern haben sich seit der Machtübernahme der Taliban zunehmend verschlechtert; immer wieder gibt es Anschläge und Angriffe. Die Regierung in Islamabad wirft den militanten Islamisten vor, den pakistanischen Taliban nach Attentaten Unterschlupf jenseits der Grenze zu gewähren.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.