Afrikareise
Papst fordert mehr soziale Gerechtigkeit in Äquatorialguinea

Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Äquatorialguinea auf große Einkommensunterschiede und Menschenrechtsverstöße aufmerksam gemacht.

    Äquatorialguinea, Mongomo: Papst Leo XIV. (M) kommt am zehnten Tag seines elftägigen Pastoralbesuchs in Afrika zur Heiligen Messe in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis. Neben ihm gehen mehrere Personen.
    Papst Leo XIV. (M) kommt am zehnten Tag seines elftägigen Pastoralbesuchs in Afrika zur Heiligen Messe in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis. (Andrew Medichini/AP/dpa)
    Er rief die Bürger des zentralafrikanischen Staats auf, sich für Gerechtigkeit einzusetzen und die Schere zwischen den Privilegierten und den Benachteiligten zu schließen. Zuvor hatte der Papst in der östlichen Stadt Mongomo, der Heimatstadt von Präsident Obiang, einen Gottesdienst gefeiert. Nach Angaben des Vatikans nahmen rund 100.000 Menschen an der Messe teil. Darunter die Präsidentenfamilie.
    Obiang sieht sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Wegen eines autoritären Regierungsstils steht er in der Kritik. Sein Sohn, Vizepräsident Teodoro, war vor Ort. Er ist von einem französischen Gericht wegen Unterschlagung einer Millionensumme verurteilt worden. Die Regierung von Äquatorialguinea hat dagegen vor dem Internationalen Gerichtshof Einspruch erhoben.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.