
Es sei eine Wunde in der christlichen Erinnerung, dass die Kirche Sklaverei legitimiert und nie verurteilt habe, heißt es in Leos erster Enzyklika. Der Pontifex betont seine tiefe Trauer angesichts des unermesslichen Leids durch die Demütigungen. Auch kritisiert er neue Formen der Sklaverei und des Kolonialismus, wie die Förderung von Rohstoffen, die für KI-Systeme benötigt werden. Es ist das erste Mal, dass ein Papst sich dafür entschuldigt, den europäischen Herrschern die Versklavung Ungläubiger erlaubt zu haben. Frühere Päpste baten lediglich für die Beteiligung von Christen am Sklavenhandel um Entschuldigung.
Außerdem verlangt Leo in seinem Lehrschreiben strengere Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Dieser müsse von klaren Kriterien und wirksamen Kontrollen begleitet werden. Besonders kritisch sieht er KI-gestützte autonome Waffensysteme.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Wilmer, würdigte die Enzyklika als "wegweisendes Dokument", das Leitplanken für die Zukunft biete. Im Mittelpunkt stehe der Mensch als Gemeinschaftswesen, der sich seine Menschlichkeit angesichts technischen Fortschritts bewahren solle, sagte Wilmer in Bonn.
Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
