Enzyklika "Magnifica humanitas"
Papst Leo fordert mehr pädagogische KI-Erziehung an Schulen

Papst Leo XIV. hat seine erste Enzyklika veröffentlicht.

    Das Bild zeigt Papst Leo XIV in weißer Soutane
    Papst Leo XIV. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Evandro Inetti)
    Das Lehrschreiben trägt den Titel "Magnifica humanitas", zu deutsch: Großartige Menschheit. Es widmet sich dem Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die neuen Technologien könnten das Leben der Menschen verbessern, betont der Papst. Sie seien nicht grundsätzlich schlecht. Problematisch sei, das zunehmend private Akteure die Entwicklung vorantrieben. Leo kritisiert die Aufhetzung verfeindeter Lager durch Algorithmen und beklagt Cybermobbing sowie Pornografisierung. Das Oberhaupt der katholischen Kirche führt aus, der Bildungswelt komme eine entscheidende Bedeutung zu, vor allem der Schule.
    Zur Präsentation hatte der Vatikan auch einen führenden KI-Pionier geladen, den Mitgründer des US-Unternehmens Anthropic, Christopher Olah. Der 33-jährige gab sich selbstkritisch. Jedes KI-Labor sei Anreizen ausgesetzt, die im Widerspruch zum ethisch Gebotenen stünden. Darum brauche es Außenstehende, die Kritik übten.
    Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.