Illegale Müllentsorgung
Papst Leo kritisiert "schwindelerregende" Gewinne auf Kosten der Umwelt

Papst Leo hat Vorwürfe wegen illegaler Müllentsorgung in Süditalien erhoben.

    Papst Leo XIV in weißer Soutane
    Papst Leo XIV (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Evandro Inetti)
    Skrupellose Menschen und Organisationen hätten ⁠zu lange ungestraft handeln können, sagte er und sprach von schwindelerregenden Gewinnen. In der Stadt Acerra nahe Neapel rief Leo dazu auf, der Versuchung von Macht und Reichtum zu widerstehen, wenn diese mit der Verschmutzung von Land, Wasser und Luft einhergehe.
    Die ‌Abfallentsorgung in Süditalien lag jahrelang weitgehend in den Händen privater Betreiber, die Verbindungen zur neapolitanischen ​Mafia-Organisation Camorra hatten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilte 2025, dass die italienischen Behörden seit mindestens 1988 unzureichend gegen die ​illegale Müllentsorgung in der Region vorgegangen seien. Wegen der ‌ungewöhnlich hohen Krebsraten unter den Anwohnern wird das Gebiet auch als "Todesdreieck" bezeichnet.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.