Rom
Papst Leo XIV. empfängt US-Außenminister Rubio - Spannungen zwischen Vatikan und Trump

Papst Leo der Vierzehnte hat vor dem Hintergrund der Spannungen mit der US-Regierung den amerikanischen Außenminister Rubio zu einem Gespräch empfangen.

    Die beiden stehen in einem Raum vor einer Vitrine und reden lächelnd miteinander. Rubio hält ein Exponat in der Hand. Er trägt ein schwarzes Jackett, der Papst im weißen Ornat. Dahinter weitere Personen vor einer Wand mit einem Bild.
    US-Außenminister Marco Rubio (r.) und der Papst vor Beginn der Audienz im Vatikan. (dpa / ANSA / US VATICAN MEDIA)
    Nach Angaben von US-Diplomaten wurde beim Treffen im Apostolischen Palast unter anderem über Friedensmöglichkeiten im Nahen Osten gesprochen. Der Vatikan erklärte, es habe ein Meinungsaustausch über die internationale Lage stattgefunden. In ihren Mitteilungen betonten der Vatikan wie auch Washington ihre intakten diplomatischen Beziehungen.
    Der aus den USA stammende Papst hatte indirekt mehrfach die Politik von Präsident Trump etwa bezüglich des Irans kritisiert und Vertretern Washingtons vorgeworfen, die christliche Botschaft zur Rechtfertigung ihres Vorgehens zu missbrauchen. Trump hatte dem Papst daraufhin mangelnde außenpolitische Kompetenz vorgehalten. Ein von Trump geteiltes KI-generiertes Bild, das ihn in christlicher Heilsbringer-Symbolik darstellte, war auch von Gläubigen anderer Konfessionen als blasphemisch empfunden worden.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.