Gründonnerstag
Papst wäscht Priestern die Füße

Papst Leo XIV. hat an Gründonnerstag zwölf Priestern die Füße gewaschen.

    Papst Leo XIV. beugt sich vor und tupft einen nackt Fuß mit einem Tuch ab. Er trägt ein weißes Gewand.
    Papst Leo XIV. bei der Fußwaschung an Gründonnerstag. (AFP / FILIPPO MONTEFORTE)
    Bei einem Gottesdienst in der Lateranbasilika in Rom goss er Wasser über die Füße, trocknete sie mit einem Tuch und küsste sie. Dieses Ritual geht auf Jesus Christus zurück, der der Bibel zufolge beim letzten Abendmahl vor seiner Kreuzigung seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte.
    Mit der Fußwaschung bei den Priestern setzte sich Leo XIV. von seinem Vorgänger, Papst Franziskus, ab. Dieser hatte die Tradition genutzt, um Menschen am Rand der Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken. Er wusch die Füße etwa von Obdachlosen, Migranten und Häftlingen.
    Das bevorstehende Osterfest ist das erste unter der Leitung von Leo XIV. Bei der Karfreitagszeremonie wird der Pontifex nach Angaben des Vatikans selbst das Kreuz tragen. Am Samstagabend wird er im Petersdom die Ostermette leiten. Am Sonntag wird Leo auf dem Petersplatz zum ersten Mal den traditionellen Segen "Urbi et Orbi", "Der Stadt und dem Erdkreis", spenden. Nach Lehre der katholischen Kirche ist damit die Vergebung der Sünden verbunden.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.