Japan
Parlament ändert Kaiserhausgesetz

In Japan hat das Parlament wie erwartet eine Änderung des seit 1947 geltenden Kaiserhausgesetzes verabschiedet.

    Kaiser Naruhito sitzt vor seiner Gattin Masako beim Empfang von Gästen, die hinter ihm steht.
    Das japanische Kaiserpaar Naruhito (li) und Masako (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Pool for Yomiuri)
    Damit will die konservative Regierung von Ministerpräsidentin Takaichi die Zukunft der Monarchie durch Adoptionen sichern. So soll es künftig wieder möglich sein, männliche Mitglieder ehemaliger Seitenlinien in die Kaiserfamilie aufzunehmen.
    Hintergrund der Entscheidung ist, dass es für die Nachfolge des amtierenden Kaisers Naruhito gegenwärtig nur drei Anwärter gibt: der Bruder des Tenno, dessen 19 Jahre alter Sohn sowie Naruhitos Onkel, der bereits 90 ist. Auch fortan dürfen nur männliche Nachfahren der männlichen Familienlinie des Kaisers auf den Thron. Prinzessin Aiko bleibt damit die Übernahme der Herrschaft verwehrt.  
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.