Republik Moldau
Parlament beschließt Austritt aus Staatenbündnis GUS

Die Republik Moldau hat den endgültigen Austritt aus der von Russland dominierten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten beschlossen. Das teilte das Parlament in Chisinau auf seiner Webseite mit.

    Rot-gelb-blaue Nationalflaggen der Republik Moldau wehen auf einem Platz.
    Die Republik Moldau will die GUS verlassen (Archivbild). (picture alliance / Fotostand / Fotostand / Nieweler)
    Der Kündigung des Gründungsabkommens und weiterer Vereinbarungen stimmte die Mehrheit der Abgeordneten zu. Zur Begründung hieß es, Russland missachte die Unverletzbarkeit der Grenzen der GUS-Mitgliedstaaten. Verwiesen wurde auf den Angriffskrieg gegen die benachbarte Ukraine. Zudem habe Moskau Truppen im abtrünnigen Gebiet Transnistrien stationiert.
    Die Republik Moldau hat eine pro-europäische Regierung. Das zwischen Rumänien und der Ukraine liegende Land ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.