
Die Entschließung im Abgeordnetenhaus in Prag wurde mit den Stimmen der rechten Regierungsparteien verabschiedet. Sie ist rechtlich nicht verbindlich, hat aber einen hohen politischen Symbolwert.
Der Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft erklärte, seine Organisation halte an dem geplanten Treffen in Brünn fest.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung wurden rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben; viele ließen sich in Westdeutschland nieder. Die Beziehungen zwischen Sudetendeutschen und Tschechen waren in den folgenden Jahrzehnten stark belastet, verbesserten sich aber zuletzt. Die Landsmannschaft verzichtete auf ihre Forderungen nach Rückgabe. Tschechische Minister nahmen wiederholt als Redner am Sudetendeutschen Tag teil.
Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
