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Chile
Parlament stimmt für 40-Stunden-Woche

In Chile hat das Parlament mit breiter Mehrheit für eine Verkürzung der gesetzlichen Wochen-Arbeitszeit votiert.

12.04.2023
    Santiago de Chile bei Nacht
    Die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile bei Nacht (picture alliance / Gavin Hellier)
    Die Abgeordneten billigten den Entwurf mit 127 zu 14 Stimmen. Demnach wird die Zahl der Arbeitsstunden schrittweise über einen Zeitraum von fünf Jahren von 45 auf 40 reduziert. Der linksgerichtete Präsident Boric erklärte, das Projekt ziele auf bessere Lebensbedingungen für alle ab und sei unerlässlich für mehr Gerechtigkeit. Chile schließt sich damit Ecuador und Venezuela an, den beiden aktuell einzigen Staaten in der Region, in denen die Menschen ebenfalls höchstens 40 Stunden pro Woche arbeiten sollen. In Brasilien sind es derzeit 44 Stunden, in Ländern wie Argentinien, Mexiko, Peru, Kolumbien, Bolivien und Panama sind es 48 Stunden.
    Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - OSZE - ist Lateinamerika die Region mit den längsten offiziellen Wochen-Arbeitszeiten der Welt.
    Diese Nachricht wurde am 12.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.