
Sie kommt auf etwa 54 Prozent, wie die Wahlkomission in der Hauptstadt Jerewan bekanntgab. Paschinjan reklamierte daraufhin den Sieg für seine Partei "Zivilvertrag". Der wichtigste Oppositionspartei "Starkes Armenien" des Unternehmers Karapetjan wurden etwa 22 Prozent zugesprochen. Stimmberechtigt waren etwa 2,5 Millionen Bürger.
Die Wahl gilt als richtungsweisend für die künftige geopolitische Orientierung der Kaukasus-Republik. Die Partei Paschinjans strebt engere Beziehungen zum Westen und insbesondere zur EU an. Karapetjan und seine Partei "Starkes Armenien" wollen dagegen die Beziehungen zur früheren Schutzmacht Russland wieder stärken. Russland hatte vor der Wahl wegen europafreundlicher Aktivitäten der Regierung Paschinjans wirtschaftlichen Druck auf das Land ausgeübt und etwa einen Einfuhrstopp für bestimmte armenische Güter verhängt. Dem Kreml wurde zudem eine Einflussnahme zugunsten der Partei Karapetjans vorgeworfen.
Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
