Nach neuer Trump-Drohung
Parteien in Grönland: "Wir wollen keine Amerikaner sein"

In Grönland haben die Vorsitzenden von fünf politischen Parteien den Ambitionen von US-Präsident Trump auf eine Übernahme ihrer Insel eine Absage erteilt. Trump hatte am erneut mit dem Einsatz von Gewalt zur Übernahme der Arktis-Insel gedroht.

    Ein Schiff der dänischen Marine patrouilliert vor Nuuk in Grönland
    Ein Schiff der dänischen Marine vor Grönland (IMAGO / Depositphotos / njarvis via imago-images.de)
    In einer gemeinsamen Erklärung des grönländischen Ministerpräsidenten Nielsen und vier weiterer Parteivorsitzender heißt es wörtlich: "Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein." Die Zukunft Grönlands müsse von den Bürgern entschieden werden. Auch die Diskussionen über einen Kauf der Insel oder gar eine militärische Übernahme durch die USA müssten aufhören. Die Parteichefs werfen den USA eine Geringschätzung ihres Landes vor.
    US-Präsident Trump hatte zuvor erneut bekräftigt, dass er Grönland notfalls mit Gewalt unter seine Kontrolle bringen wolle. Anderenfalls bestünde die Gefahr einer Einnahme der Insel durch Russland oder China.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.