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Parteitag in BerlinLindner als FDP-Parteichef bestätigt

FDP-Chef Christian Lindner auf dem Parteitag in Berlin (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)
FDP-Chef Christian Lindner auf dem Parteitag in Berlin (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Erwartungsgemäß hat der Berliner FDP-Parteitag Christian Lindner im Amt des Bundesvorsitzenden bestätigt. Der alte und neue Chef der Liberalen erhielt 572 von 621 Stimmen. Zuvor hatten die Delegierten einer umstrittenen Sonderabgabe der Basis zur Finanzierung der Partei zugestimmt.

Als stellvertretende FDP-Vorsitzende wurden erneut der bisherige Vize-Chef Kubicki und die Düsseldorfer Kommunalpolitikerin Strack-Zimmermann gewählt. Die Hamburger Landeschefin Suding zog erstmals in den Vorstand ein.

Lindner hatte den Bundesvorsitz der Liberalen Ende 2013 übernommen. Damals befand sich die Partei in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Die Liberalen waren gerade aus dem Bundestag geflogen, ein personeller und inhaltlicher Neuanfang sollte gemacht werden.

Sonderumlage abgesegnet

Vor der Wiederwahl Lindners hatte der Parteitag nach langer Debatte einer auf drei Jahre befristeten Sonderumlage zugestimmt. Danach soll jeder Kreisverband bis 2017 pro Mitglied jährlich 25 Euro an die Bundespartei überweisen. So soll ein "Solidarfonds" von etwa vier Millionen Euro aufgebaut werden, mit dem auch Landtags- und Kommunalwahlkampagnen 2016 und 2017 bezahlt werden sollen. Möglich gemacht hatte dies eine Satzungsänderung, der die Delegierten am Freitagnachmittag zugestimmt hatten.

Vor seiner Wiederwahl zum Parteichef hatte Lindner eindringlich für die Sonderumlage geworben, um die Kampagnenfähigkeit der Partei zu stärken. Es gehe um eine Investition in die Zukunft der FDP und darum, gemeinsam das Ziel "Comeback 2017" zu schaffen.

Lindner im DLF: "Es ist noch viel zu tun"

Im Deutschlandfunk hatte Lindner am Morgen seine Partei vor Übermut gewarnt: "Man kann sagen, wir sind aus dem politischen Winter mit Sicherheit im politischen Frühling angekommen. Aber es ist noch viel zu tun." Bei den Wahlen in Hamburg und Bremen hatten die Liberalen zuletzt Achtungserfolge errungen und waren in beiden Stadtstaaten in die Länderparlamente zurückgekehrt.

(tön/tgs)

 

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