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Partielle Sonnenfinsternis

Für uns in Mitteleuropa unbeobachtbar gibt es morgen früh eine partielle Sonnenfinsternis, die im östlichen Teil Asiens, in weiten Teilen Alaskas und im Nordmeer zu sehen ist. Vorübergehend wird der Mond dort einen Teil der Sonnenscheibe bedecken. Dazu kommt es, wenn wir Neumond haben und Erde, Mond und Sonne in einer Linie stehen - eine Situation, die als Syzygium bezeichnet wird.

Von Damond Benningfield |
    Obwohl zwischen zwei Neumondphasen nur rund 291/2 Tage vergehen, kommt es nicht jeden Monat zu einer Sonnenfinsternis, weil die Umlaufbahn des Mondes zur Umlaufbahn der Erde um die Sonne leicht geneigt ist. Deshalb wandert der Neumond, von der Erde aus gesehen, meistens etwas oberhalb oder unterhalb der Sonnenscheibe über den Himmel. Zu einer Sonnenfinsternis kommt es nur, wenn der Neumond genau in der Erdbahnebene - der Ebene der Ekliptik - steht.

    Liegt der Neumond exakt auf der Linie Sonne-Erde, kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis. Dann verdunkelt sich der Himmel während des Tages für einen kurzen Moment und die Temperaturen sinken. Die blasse äußere Sonnenatmosphäre umrahmt den Mond dann im herrlichen Lichtspiel.

    Manchmal schiebt sich der Mond nicht ganz vor die Sonnenscheibe und es kommt zu einer partiellen Sonnenfinsternis - wie morgen früh. Die besten Beobachtungsorte für das Schauspiel sind weite Regionen in Alaska, Sibirien und im Nordmeer. Dort bedeckt der Mond bis zu 7/8 des Sonnendurchmessers.