Reformen
Patientenschützer Brysch wirft Bundesregierung ausbleibende Vorschläge zur Eindämmung der Pflegekosten vor

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Brysch, hat der schwarz-roten Koalition Versäumnisse bei der Eindämmung der Pflegekosten vorgeworfen.

    Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.
    Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. (picture alliance / dpa / Deutsche Stiftung Patientenschut)
    Die Bundesregierung sei angetreten, um die galoppierenden Ausgaben für die Pflegebedürftigen in den Griff zu bekommen, sagte Brysch im Deutschlandfunk. Er sehe bislang aber weder hierzu Vorschläge noch zur Verbesserung der Qualität der Pflege. Stattdessen würden die anstehenden Reformen immer weiter verschleppt.
    Die jüngsten Forderungen des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, Stegemann, bezeichnete Brysch in diesem Zusammenhang als Ablenkungsmanöver. Der CDU-Politiker hatte vorgeschlagen, das Eigenheim zur Finanzierung der Pflege heranzuziehen, und die Einkommensgrenze zu senken, ab der sich erwachsene Kinder an den Pflegekosten für ihre Eltern beteiligen müssen.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.