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StartseiteHintergrundPauschalurlaub mit Todesrisiko19.10.2008

Pauschalurlaub mit Todesrisiko

Der kommerzielle Sturm auf die Achttausender

Immer wieder kommt es zu Dramen an den höchsten Bergen der Welt. Am 8611 Meter hohen K 2, dem gefährlichsten und steilsten aller 14 Achttausender, starben im August 2008 11 Menschen. Eine logische Folge von Kommerz und Konsum, denn immer mehr Achttausender-Touristen erfüllen sich mit einer Besteigung einen Lebenstraum. Wie die Lemminge kriechen sie extrem steile Flanken hinauf - viele ohne ausreichende Erfahrung und Ausbildung.

Von Ernst Vogt und Andrea Zinnecker

Bergsteiger am K2 (AP Archiv)
Bergsteiger am K2 (AP Archiv)
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"Wir haben unseren Traum erfüllt und alles andere dafür hingegeben."

Hans Kammerlander:
"Es ist einfach ein Traumberg, in so einen Berg kannst du dich einfach verknallen und er ist auch mehrere Anläufe wert."

Reinhold Messner:
"Er ist zweifellos von Norden und von Westen und von Süden her gesehen der schönste Achttausender."

"Der Berg gehört dir erst, wenn du wieder unten bist, vorher gehörst du ihm."

Heute dem K 2, gestern dem Nanga Parbat und morgen ... ?
... morgen vielleicht dem Mount Everest.

Bergsteigen an einem Achttausender ist grundsätzlich lebensgefährlich.

Eine Tatsache, die viele gern vergessen.

So kommt es immer wieder zu Dramen an den höchsten Bergen der Welt, wie am 8611 Meter hohen K 2, dem gefährlichsten, steilsten und vielleicht auch schwierigsten aller 14 Achttausender.

Er ist auch der Achttausender mit der wohl stärksten magischen Anziehungskraft. Woher das rührt, erklärt der österreichische Alpinist Kurt Diemberger:

"Es hat wahrscheinlich mit der Kristallform des Berges zu tun, er hat eine unglaubliche Symmetrie, also wenn man sich einen Bergkristall vorstellt, diese Pyramide, dann hat man schon das Bild des K 2 vor sich, wirklich, es ist ein wunderbarer Berg und ich kann es trotz der Tragödie heute noch verstehen, dass wir ganz verrückt waren nach diesem Berg, das das hat einfach unser Traumgipfel sein müssen."

Kurt Diemberger ist der einzige lebende Bergsteiger, dem die Erstbesteigung von zwei Achttausendern gelungen ist, ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff. 1986 hat er am K 2 den so genannten "schwarzen Sommer" miterlebt - und überlebt.

Der schwarze Sommer am K 2 hat damals 13 Tote gefordert. Im August 2008 waren es 11 Tote, aus acht verschiedenen Expeditionsgruppen.

Ist das eine logische Folge von Kommerz und Konsum am zweithöchsten Gipfel der Welt? Sozusagen die letzte Konsequenz, wenn Achttausender-Touristen wie die Lemminge extrem steile Flanken hinauf kriechen ohne ausreichende Erfahrung und Ausbildung?

Der alpine Jahrmarkt der Eitelkeiten hat längst auch die Welt der Achttausender erfasst. Resultieren daraus die Tragödien am Berg oder spielt auch das nicht kalkulierbare Schicksal eine Rolle? Zum jüngsten Unglück am K 2 resümiert der Allgäuer Höhenbergsteiger und Profi-Bergführer des DAV Summit Club, Luis Stitzinger:

"Fakt ist aber, dass für dieses Unglück ein Serac-Abbruch, also eine Eislawine von einem Hängegletscher, verantwortlich war, und das kann niemand vorhersehen. Klar, dieser Massenauftrieb, je mehr Leute, desto mehr Opfer."

Fakt ist aber auch, dass bodenloser Leichtsinn mit im Spiel und das Timing für den Gipfelsturm falsch war.

"Die haben sich natürlich erheblich verzögert bei ihrer Gipfeletappe, der erste war ja um ca. 15 Uhr nachmittags auf dem Gipfel, das ist eine vernünftige Zeit, die nächsten waren dann erst um 5 Uhr oben und das ist schon sehr spät , dann waren aber Leute noch bis 19 Uhr am Gipfel, das zeugt nicht gerade von Kompetenz. Und dass man dann natürlich Probleme hat, wenn hier Lawinenreste über den Fixseilen liegen, weil man dann nichts mehr sehen und reparieren kann, wenn es dunkel ist."

Die Crux der Fixseile. Sie suggerieren eine trügerische Sicherheit. Der bayerische Extremkletterer Alexander Huber hat dazu eine dezidierte Meinung.

"Man kann wirklich sagen, dass heute mit den kommerziellen Expeditionen es zum Usus wurde, dass Fixseile an den Bergen angebracht werden und dass diese Fixseile vielen Menschen den Berg hinauf helfen, obwohl eigentlich die technischen Schwierigkeiten für diese Leute zu groß sind. Und letztendlich kann man nicht von einer Tragödie sprechen, sondern das ist eben der Zoll, den kommerzielle Expeditionen und die heutige Bergsteiger zahlen müssen, wenn sie auf Berge steigen, die sie nur mit der technischen Hilfe von Fixseilen erreichen."

Trotzdem können, so paradox das auch zunächst klingen mag, bei einer kommerziellen Expedition, gravierende Fehler vermieden werden, betont Luis Stitzinger, der für die Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins Expeditionen leitet.

"In der Regel ist es in der Praxis eher so, dass die kommerziell, die professionell organisierten Gruppen sicherer unterwegs sind, weil ein Expeditionsleiter hier einfach frühzeitig die Notbremse zieht, der sagt dann zu einem Teilnehmer, wenn er sieht, dass der Probleme hat, bitte nicht weiter, du drehst jetzt um und gehst wieder ins Basislager hinunter, bevor es zu Auswüchsen kommen kann."

Der Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner, der als erster alle 14 Achttausender bestiegen hat, räumt ein, dass sich teilweise ausgezeichnete Bergführer um die Expeditionsgruppen im Himalaya kümmern. Doch er hält kommerzielle Expeditionen an den höchsten und schwierigsten Gipfeln der Erde für einen Irrweg.

"Wenn am K2 Tourismus stattfindet, hat der Alpinismus aufgehört, aber die Risiken sind nicht auf null schaltbar. Auch wenn man noch so viel Geld investiert und die Wege präpariert und Sauerstoffdepots macht und gute Führer engagiert, sind die Risiken einfach zu hoch in dieser Höhe."

Seit dem Unglück von 1996 am Mount Everest, als ein Dutzend Menschen das Leben verlor, sind die Risiken einem breiten Publikum bekannt. Der Journalist Jon Krakauer hat den Ablauf der Tragödie in seinem Buch "In eisige Höhen" packend beschrieben. Krakauer hat als Hauptproblem die mangelnde Höhenerfahrung der Teilnehmer ausgemacht.

"Ich war mir völlig im klaren drüber, dass niemand von uns ohne eine erhebliches Maß an Hilfe seitens der Bergführer und Sherpas auch nur den Hauch einer Chance hatte, den Everest zu besteigen."

Dies ist der Hauptkritikpunkt von Reinhold Messner an den kommerziellen Expeditionen, die sich mittlerweile weltweit zu einem einträglichen Geschäft für die Organisatoren entwickelt haben.

"Es gab viele Leute, Tausende von Leuten, die vor allem auf den Everest wollten, die gesagt haben: Ich zahle alles, wenn ich nur auf den Everest kann. Es gibt eine Frau, Sandy Pittman, die 1996 auf dem Everest oben war, die hat mehr als fünf Millionen Dollar ausgegeben, um auf den Everest zu steigen. Das ist ihr auch gelungen, aber der Bergführer, der Organisator, der sie raufgezogen hat, hat dafür das Leben gelassen. Er war so langsam und so kaputt, weil er die Frau raufbringen musste."

Das Problem ist nicht das Kommerzielle, sagt Hanspeter Eisendle aus Sterzing in Südtirol, sondern dass die Achttausender-Aspiranten zu wenig bergsteigerisches Knowhow haben.

Hanspeter Eisendle ist Bergführer und Leiter einer Bergschule. Er ist als Kletterer in extrem schwierigen Routen unterwegs und war mit Reinhold Messner auf Expedition am Nanga Parbat. Damit wäre er prädestiniert dafür, kommerzielle Expeditionen zu organisieren. Doch das lehnt er ab.

"Dagegen spricht für mich, dass das sogenannte Modeberge sind, wo viel zu viele Leute agieren. Das ist die Hauptgefahr. Und dann würde ich ja praktisch meine Rolle als klassischer Bergführer verlassen. Ich wäre eigentlich nur noch Logistik-Organisator und mir entgleitet das ganze. Da gehen Leute, gepusht von meiner Organisation, irgendwo hin, wo sie eigentlich gar nicht hingehören. Weil Sherpas die Spuren vorbereiten und Fixseile legen. Das geht so weit hinauf, bis es einfach nicht mehr geht. Oder ein Wettersturz kommt und die Folgen kennen wir ja alle. Ich will nicht sagen, dass alles Unfähige sind, aber selbst die Fähigen sind dann in einer kritischen Situation, wenn zu viele am gleichen Ort sind."

Am 26. Mai dieses Jahres herrschte auf dem 8850 Meter hohen Everest-Gipfel großer Andrang: 77 Menschen haben an diesem Tag den Aufstieg geschafft, darunter ein 77-jähriger Bergsteiger. Massentourismus in der Todeszone.

Das Kernproblem ist somit nicht die Kommerzialisierung des Höhenbergsteigens, sondern die Entwicklung des Höhenbergsteigens zum Massenphänomen. Nicht durch eine kommerzielle Expedition kommt es zum Chaos am Berg, sondern durch zu viele private Achttausender-Aspiranten, die unkoordiniert aufsteigen, sagt Luis Stitzinger.

"Es ist meistens so, dass an den Bergen, wo sehr viel los ist, wozu heute leider auch der K 2 zählt, da ist das Chaos am größten, weil die Anonymität auch am größten ist, da empfindet man den anderen auch nicht mehr als Bergfreund oder mögliche Hilfe, sondern als Konkurrenten, weil er einfach Platz wegnimmt und da ist es eher eine Bedrohung dann."

Als Leiter einer kommerziellen Expedition des DAV Summit Club hat Luis Stitzinger im Juni eine sechsköpfige Gruppe erfolgreich auf den Gipfel des Nanga Parbat geführt. Jeder Teilnehmer wurde zuvor einer gründlichen Prüfung unterzogen.

"Wir fordern von unseren Kunden Tourenberichte an und für ganz harte Touren wie zum Beispiel für die Nanga-Parbat-Expedition in diesem Jahr, da machen wir sogar ein Vorbereitungswochenende, wo wir eine Testtour durchführen, wo der Expeditionsleiter den Leuten wirklich auf die Finger sehen kann und eine Erfahrung hat wie gut jeder unterwegs ist - also man muss da hart, aber ehrlich vorgehen."

Mit von der Partie waren auch Helga Söll und Hans Greher aus Pfuhl. Was hat den 49 Jahre alten Kinderarzt und die 45jährige Kinderkrankenschwester angetrieben, derartige Strapazen auf sich zu nehmen? Warum musste es gerade der Nanga Parbat sein, der berühmt-berüchtigte "Schicksalsberg" der Deutschen?

"Es ist ein Traum, wir haben schon mehrere von diesen hohen Bergen, Sechstausender und im Jahr davor zwei Siebentausender in einer Woche gehabt, und jetzt war klar, es muss ein Achttausender her. Im Nachhinein sich selbst überwunden zu haben, die Grenzen ausgetestet, erfahren zu haben, gibt Befriedigung.

Das Schöne war, dass wir relativ allein unterwegs waren, weil wir haben Bilder gesehen von den Lagern zum Beispiel am Cho Oyu oder am Everest, wo man sieht, dass mehrere 100 Leute darauf warten, dass sie da hoch können und die Zeltstädte richtig groß sind, dann macht das nicht so richtig Spaß. Oder wenn Sie denken Aconcagua-Basislager, Normalweg, da haben sie in der Hochsaison bis zu 1000 Bergsteiger in dem Basislager."

Höhenbergsteigen scheint angesichts dieser Zahlen zur Industrie geworden zu sein. Doch die Ware ist keine handelsübliche: Es geht um Träume und Illusionen.

Seit Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ist ein verstärkter Run auf die Achttausender zu beobachten. Was wollen so viele Menschen auf den höchsten Gipfeln, dort wo die Erde am lebensfeindlichsten ist? Wo der menschliche Organismus sich nicht mehr regenerieren kann? Reinhold Messner und Hanspeter Eisendle haben sich diese Frage schon häufig gestellt.

"Das ist das Prestigedenken. Das ist ähnlich wie wenn einer einen Maserati fahren will oder eine Villa auf Mallorca haben will. Das fällt in das gleiche Denkschema. Und dagegen ist nichts einzuwenden, wenn man niemandem schadet. Aber i denk halt, dass das am Berg eine Riesenillusion ist, das käuflich nicht zu erwerben ist.
Wenn man endlich erkennen wird, dass diese Touren wie gekaufte Trophäen sind, könnte sich das nochmals ändern. Aber ansonsten werden der Mount Everest und der K2 die höchsten Fluchtpunkte menschlicher Eitelkeiten bleiben."

Extrembergsteigen ist ein Spiel mit dem Tod. Nach inoffiziellen Statistiken gab es am K2 bisher 77 Tote.

Damit rangiert der K2 in der Spitzengruppe der sogenannten Killerberge.
Sprecherin:
Das sollte gerade den Achttausender-Neulingen zu denken geben.

"Früher waren 8000er gleichbedeutend mit Spitzenalpinismus. Heute bewegen sich Steve House und Herr Müller auf demselben Berg und das kann der Mann auf der Straße nicht mehr unterscheiden."

Steve House gilt als einer der weltbesten Profi-Kletterer und Höhenbergsteiger. Herr Müller dagegen möchte auf dem leichtesten Weg den Gipfel erreichen.

Dass der DAV Summit Club zu den seriösen Anbietern kommerzieller Achttausender-Expeditionen zählt, wird von den Teilnehmern bestätigt. Überhaupt sorgt das harte Reiserecht in Europa und vor allem auch im deutschsprachigen Raum für eine gewisse Sicherheit.

In den USA dagegen kann sich der Veranstalter durch diverse Ausschluss-Klauseln leicht von der Verantwortung freimachen und viele Risiken ausklammern. Und es ist kein Geheimnis, dass es da auch schwarze Schafe in der Branche gibt.

Der Kunde ist König. Doch wenn die Sicherheit eines Einzelnen oder der gesamten Gruppe gefährdet ist, dann ist die Grenze erreicht. Kritisch wird eine kommerzielle Expedition mit Sicherheit dann, wenn sie auf "full service" setzt statt auf die Eigenverantwortung der Teilnehmer, meint Luis Stitzinger.

"Da gibt es ganz krasse Unterschiede, man kann generell sagen im europäischen Bereich steht die Selbstverantwortlichkeit der Teilnehmer nach wie vor sehr stark im Vordergrund. In anderen Ländern wie den USA oder Neuseeland, vor allem bei englischsprachigen Nationen, da gibt es oftmals eine full-service-Mentalität, da wird alles angeboten, das kostet dann auch entsprechend, also Beträge von 40.000 Dollar für eine Everest-Besteigung sind da die Normalität, da gibt es dann die Suppe ins Zelt auch noch im Hochlager und da findet auch tatsächlich eine Führung auf den Gipfel statt, das heißt ein Bergführer führt ein oder zwei, schlecht wäre es wenn es mehr wären, Kunden auf den Gipfel hinauf. Sicher gibt es da den ein oder anderen, bei dem der Gewinn, der Kommerz über der Sicherheit der Teilnehmer steht."

Das Leben hängt an einem seidenen Faden, schreibt Jon Krakauer, der das Drama am Mount Everest im Jahr 1996 aus nächster Nähe verfolgte. Seine Analyse lautet:

"Selbsternannte Helden mit Everest-Flausen im Kopf sollten sich stets vergegenwärtigen, dass, wenn die Dinge in der Todeszone einmal nicht so laufen wie vorgesehen - und früher oder später passiert genau dies -, auch die stärksten Bergführer machtlos sind, das Leben eines Kunden zu retten; genau genommen sind, wie die Ereignisse von 1996 zeigten, die stärksten Bergführer nicht einmal mehr in der Lage, ihr eigenes Leben zu retten."

Keine Frage, auch durch den brutalen Egoismus zahlungskräftiger Achttausender-Aspiranten wurde das kommerzielle Höhenbergsteigen in Verruf gebracht.

Durch Menschen, die Schritt für Schritt dem Gipfel entgegen steigen, obwohl direkt neben ihnen ein anderer im Sterben liegt.

Wie es scheint lassen Ehrgeiz, Egoismus und Eitelkeit in der Höhe tiefe Emotionen für den Nächsten nicht mehr zu. Das ist moralisch verwerflich, aber psychologisch durchaus verständlich, räumt Luis Stitzinger ohne Umschweife ein.

"Jeder Bergsteiger der dorthin fährt, träumt natürlich auch davon den Gipfel zu erreichen und wenn man dann kurz davor steht und diese Entscheidung treffen muss weiß man auch, wenn man hier jemanden hilft, das kostet viel Kraft und Zeit, dann ist die Chance auf den Gipfel vorbei und wenn man dann an einem Berg wie dem Mount Everest unterwegs ist, wo die Bergsteiger reihenweise überfordert sind und man im Prinzip jeden Tag jemanden helfen könnte oder müsste, dann kann man auch verstehen, dass man hier irgendwann als fähiger Bergsteiger einen dicken Hals bekommt."

Für Helga Söll und Jürgen Greher, die Kinderkrankenschwester und den Kinderarzt aus Pfuhl bei Neu-Ulm, aber wäre bei ihrer Expedition auf den Nanga Parbat die Hilfe für Bergkameraden selbstverständlich gewesen - und moralische Verpflichtung zugleich.

"Kein Berg ist ein Leben wert, das war klar. Auch einem Fremden hilft man, wenn der in Not ist, das ist auch den Gipfelerfolg von mir nicht wert, man geht an so einem Menschen nicht vorbei, weil jeder selber kann in die Situation kommen und möchte dann natürlich auch, dass ihm geholfen wird."

An den Notfall denken die wenigsten, wenn sie sich für eine Expedition zu den höchsten Bergen der Erde anmelden. Sie denken an ihre körperliche Fitness und träumen vom Gipfel. Und manchmal überlagert der Gipfeltraum, der zum Greifen nahe scheint, die gefährliche Realität. Wenn alle Expeditionsteilnehmer gleichzeitig versuchen, das erste Schönwetterfenster zum Aufstieg zu nutzen.

"Lemminge ist der richtige Ausdruck. Das passiert auch uns. Wenn ich am Ortler in Südtirol mitten in einer Gruppe gehe, dann passe ich nicht mehr so gut auf, dann vertraue ich dem Instinkt der Gruppe. Aber die Gruppe hat keinen Instinkt, nur der einzelne. Aber wenn ich im großen Pulk unterwegs bin, dann schiebe ich Verantwortung ab und trotte da durch die Gegend und der K2 ist weißt Gott nicht gemacht für Leute, die vor sich hertrotten.""

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