Chat-Affäre
Pentagon-Aufsicht: Hegseth brachte möglicherweise Soldaten in Gefahr

In einer internen Untersuchung des Pentagons wird US-Verteidigungsminister Hegseth für seinen Umgang mit sensiblen Informationen vor einem Angriff auf den Jemen kritisiert.

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht bei einem Treffen der Ukraine-Verteidigungskontaktgruppe im NATO-Hauptquartier in Brüssel.
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (AP / Omar Havana)
    Durch die Weitergabe der Pläne über die Messenger-App Signal seien möglicherweise Soldaten in Gefahr gebracht worden, heißt es in einem Bericht des Generalinspekteurs, über den mehrere Medien berichten. Das Pentagon nahm Hegseth in Schutz, weil keinerlei geheime Informationen veröffentlicht worden seien. Über die Einstufung entscheidet der Minister. Hegseth war im März in die Kritik geraten, weil er Details über bevorstehende Luftangriffe auf Ziele der Huthi-Rebellen im Jemen in der Signal-App weiter verbreitet hatte. In einer der Chatgruppen wurde - versehentlich - der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "The Atlantic", Goldberg, mit aufgenommen. Abgeordnete forderten daraufhin eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.
    Diese Nachricht wurde am 04.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.