Nahost
Peseschkian nennt Forderungen nach iranischer Kapitulation "absurd"

Ungeachtet der anhaltenden Luftangriffe der USA und Israels hat Irans Präsident Peseschkian Forderungen nach einer Kapitulation eine Absage erteilt.

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer Sitzung des Parlaments. Er gestikuliert mit erhobenem linken Zeigefinger.
    Irans Präsident Massud Peseschkian (Vahid Salemi/AP/dpa)
    Peseschkian erklärte im Staatsfernsehen, die Feinde könnten "solche Träume mit ins Grab nehmen". US-Präsident Trump hatte gestern eine bedingungslose Kapitulation des Iran gefordert. Peseschkian gab in seiner Ansprache zudem bekannt, keine Angriffe auf Nachbarstaaten mehr verüben zu wollen - unter der Bedingung, dass von dort wiederum keine Angriffe auf den Iran mehr erfolgten. Dies schließe auch US-Militärbasen dort mit ein. Peseschkian bat die Golfstaaten um Entschuldigung für erfolgte Angriffe. Diese Vorfälle seien das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure gewesen, als die Streitkräfte führungslos gewesen seien und eigenständig hätten handeln müssen. Die iranischen Revolutionsgarden haben unterdessen nach eigenen Angaben einen Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Demnach wurde das Schiff "Prima" heute früh von einer Drohne getroffen. Der Tanker habe Warnungen zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert. Die israelische Luftwaffe flog zuvor eine Angriffswelle auf Ziele im Iran und im Libanon.
    Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.