Gesundheitsreform
Pfizer kritisiert Gesetzesvorhaben - Konzernchef Bourla sagt Treffen mit Kanzler Merz ab

Der US-Pharmakonzern Pfizer kritisiert die Gesundheitspolitik der Bundesregierung und überdenkt deshalb seine Investitionen in Deutschland.

    Albert Bourla, CEO von Pfizer, nimmt an einer Pressekonferenz von Pfizer im Rahmen des 51. jährlichen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos teil.
    Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage (Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa)
    Die Sparpläne gefährdeten die nötige Planungssicherheit, erklärte Konzernchef Bourla in einem Brief an Bundeskanzler Merz. Das Schreiben liegt mehreren Nachrichtenagenturen vor. Für weltweit forschende ⁠Unternehmen seien Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit ‌der politischen Rahmenbedingungen ausschlaggebend, betonte Bourla. Man werde Bedingungen nun neu bewerten. Gleichzeitig sagte der Pfizer-Chef seine Teilnahme an einem für den Herbst geplanten Investorentreffen mit Merz ab.
    Gesundheitsministerin Warken plant im Zuge der Reform auch schärfere Sparvorgaben für die Pharmabranche: So sollen etwa die Herstellerrabatte, die Arzneikonzerne Krankenkassen gewähren müssen, deutlich steigen. Das US-Unternehmen Eli Lilly hat bereits angekündigt, Investitionen in Deutschland zu kürzen. Pfizer beschäftigt hierzulande mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.