Pflegekosten
Pflegebeauftragte lehnt Rücknahme der 100.000-Euro-Grenze ab

Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Staffler, spricht sich gegen Pläne aus, die Regelung zur Einkommensgrenze für Kinder von Heimbewohnern ersatzlos zu streichen.

    Katrin Staffler vor Publikum in ein Mikrofon. Im Hintergrund sind Logos der CSU zu sehen.
    Die CSU-Politikerin Staffler ist die die Pflegebeauftragte der Bundesregierung. (IMAGO / Rolf Poss / IMAGO / Rolf Poss)
    Man müsse anerkennen, dass sie durch die Hilfebedürftigkeit ihrer Eltern ohnehin belastet seien, sagte die CSU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Man könne aber über die richtige Höhe des freigestellten Einkommens sprechen. Derzeit müssen erwachsene Kinder nur dann einspringen, wenn sie ein Bruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro haben. Im Reformentwurf von Gesundheitsministerin Warken wird eine Rücknahme dieser Regeln in einem separaten Verfahren erwähnt. Kommunen sollen so von steigenden Sozialhilfekosten entlastet werden.
    Im Bundesschnitt mussten Betroffene zuletzt für einen Heimplatz im ersten Jahr über 3.200 Euro im Monat aus eigener Tasche zahlen.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.