Soziales
Pflegekräfte-Abwanderung erhöht Sterblichkeit im Südwesten

Durch die Abwanderung von Pflegekräften ist die Sterblichkeit in deutschen Krankenhäusern an der Schweizer Grenze um 4,4 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und des Münchner ifo-Instituts.

    Eine Pflegekraft steht auf dem Flur in einem Pflegeheim.
    Im Südwesten Deutschlands wandern viele Pflegekräfte in die Schweiz ab. (picture alliance / epd-bild / Werner Krueper)
    Der Pflegekräftemangel wirke sich vor allem auf ältere Patienten sowie Notfälle aus, heißt es darin. Damit verbunden sei eine stagnierende Lebenserwartung in den betroffenen Grenzregionen zur Schweiz - während diese im Rest Deutschlands gestiegen sei.
    2011 begannen viele in Grenznähe lebende deutsche Pflegekräfte, in der Schweiz zu arbeiten. Als Grund wird ein starker Schweizer Franken bei stagnierenden Tariflöhnen in Deutschland genannt. Im Schnitt verloren der Untersuchung zufolge deutsche Krankenhäuser in der Grenzregion zwölf Prozent ihres Pflegepersonals.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.