
Es dürfe in der Pflegeversicherung nicht das passieren, was man bei der Reform der gesetzliche Krankenversicherung gesehen habe, sagte der Vorsitzende der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Holetschek, der "Augsburger Allgemeinen". Man dürfe nicht Zuschüsse streichen, um den Haushalt zu konsolidieren, während die Beitragszahler die Lücken schließen sollten. Holetschek verwies darauf, dass der Bund der Pflegeversicherung Milliardenbeiträge schulde und sich nicht aus der Verantwortung stehlen dürfe.
Die Deutsche Presse-Agentur schreibt, die CSU gehe damit in der Debatte um die Pflegereform auf Distanz zu den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Warken. Die CDU-Politikerin will in den nächsten Tagen einen Gesetzentwurf vorlegen. Pflegebedürftigen Menschen in Heimen drohen dabei Mehrbelastungen. Warken begründete die Pläne mit einem erwarteten Defizit der Pflegeversicherung von gut 22 Milliarden Euro in den nächsten beiden Jahren.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
