
Auch der deutsche Mitbewerber Boehringer Ingelheim will einen hohen dreistelligen Millionenbetrag streichen. Zu Begründung wurde auf die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen verwiesen, die auch Arzneimittelhersteller treffen. Laut Boehringer mit Sitz in Ingelheim am Rhein geht es um Ausgaben für die Jahre bis 2030 in einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro. Sie waren vor allem für den Ausbau von Infrastruktur vorgesehen, etwa für neue Laborgebäude. Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar ausgeben, nun soll es nur noch die Hälfte sein. Konzernchef Ricks nannte die geplante Gesundheitsreform im Handelsblatt ein schreckliches Signal.
Ministerpräsident Schnieder, CDU, betonte, man nehme die Entscheidungen der Firmen ernst. Die Landesregierung habe umgehend Kontakt aufgenommen und werde im laufenden Gesetzgebungsverfahren in Berlin vermittelnd Einfluss nehmen.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
