Datensicherheit
Phishing-Angriffe bei Signal: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Spionage

Im Fall der Cyberangriffe auf Nutzer des Messengerdienstes Signal ermittelt die Bundesanwaltschaft. Eine Sprecherin teilte mit, es gehe um den Anfangsverdacht der Spionage. Im Fokus war Medienberichten zufolge auch Bundestagspräsidentin Klöckner.

    Nahaufnahme eines Fingers, der auf einem Smartphonescreen auf die Signal-App tippt.
    Das BSI warnt vor Phishing-Versuchen bei Signal. (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Die Bundesanwaltschaft erklärte, erste Ermittlungen seien bereits im Februar eingeleitet worden. Deutsche und ausländische Sicherheitsdienste warnen seit Monaten vor einer Welle sogenannter Phishing-Angriffe auf Signal-Konten von Politikern, Beamten, Diplomaten, Militärs und Journalisten. Betroffen sind auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages von SPD und Linkspartei.
    Der "Spiegel" berichtete diese Woche, auch Bundestagspräsidentin Klöckner sei zum Ziel geworden. Bei einer Untersuchung ihres Smartphones habe es Auffälligkeiten gegeben, hieß es. Die Bundesregierung wollte den Bericht nicht kommentieren.
    Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, der CDU-Politiker Henrichmann, sieht Russland hinter den Angriffen. Er sagte der Nachrichtenagentur AFP, dies müsse ein Weckruf an uns alle sein. Der Grünen-Politiker von Notz nannte das Ausmaß des Signal-Hacks "besorgniserregend".
    Diese Nachricht wurde am 24.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.