Bilanz
Photovoltaik überholt Braunkohle und Erdgas bei Stromerzeugung

Solaranlagen in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Strom erzeugt.

    Zwei Arbeiter montieren Solarzellen auf einem roten Ziegeldach.
    Solarzellenmontage auf einem Dach im fränkischen Igersheim. (dpa/Daniel Kalker )
    Ihr Anteil an der heimischen Stromerzeugung wuchs von 14 auf rund 18 Prozent, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Berlin mitteilte. Damit habe die Photovoltaik die Braunkohle (etwa 14 Prozent) und das Erdgas (rund 16 Prozent) als Energiequelle für Strom überholt, hieß es. Der Verband bezieht sich auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Die wichtigste Stromerzeugungsquelle ist demzufolge die Windenergie mit einem Anteil von 27 Prozent.
    Nach der vorläufigen Jahresbilanz erzeugten die mehr als 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen im vorigen Jahr rund 87 Terawattstunden Strom. Das waren 15 Terawattstunden mehr als 2024 und erneut ein Höchstwert.

    Verband: Ausbautempo muss erhöht werden

    Der BSW erklärte weiter, zwar sei die Stromerzeugung mit Solarmodulen deutlich gestiegen, das Ausbautempo der Anlagen aber nicht mehr gewachsen. Im Jahr 2025 sei zusätzlich eine maximale Leistung von 17,5 Gigawatt installiert worden, etwa so viel wie im Jahr zuvor. Das reiche nicht, um das gesetzliche verankerte Ausbauziel für das Jahr 2030 zu erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.