Sonntag, 27. November 2022

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Pianistin Julia Hülsmann
Intimität und Energie

Die Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann ist bekannt für ihre atmosphärische, atmende Triomusik. Im Quartett mit dem Tenorsaxofonisten Uli Kempendorff erweitert sie ihre Palette um zupackende Sounds. Im Funkhaus-Konzert in Berlin stellte die Band brandneue Stücke vor.

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer | 26.01.2021

    Das Porträt einer silbrig-blonden Frau. Sie hat ihre linke Hand auf die rechte Seite ihres Nackens gelegt. Im Hintergrund leuchtet eine gelbe Wohnzimmerlampe.
    Seit 2020 Professorin an der Berliner Hochschule der Künste: Julia Hülsmann (Volker Beushausen/Moers Festival/dpa)
    Julia Hülsmann ist Deutschlands profilierteste Jazzmusikerin. Seit gut 20 Jahren leitet sie ein fest bestehendes Trio. Seine Klangsprache: lyrisch, farbenreich, klar. Als Kern-Ensemble stand es auch im Mittelpunkt mehrerer, viel beachteter Kooperationen mit Sängerinnen und Sängern. Seit 2018 hat Hülsmann die Gruppe um den Tenorsaxofonisten Uli Kempendorff zu einem Quartett erweitert. Sein kerniger Sound fügt der auf Wärme und Räumlichkeit angelegten Musik eine energetische Dimension hinzu. Die Stücke stammen zum größten Teil aus der Feder der Bandmitglieder, allen voran der begnadeten Komponistin Julia Hülsmann. Aber auch ein Cover des David Bowie/Pat Metheny-Klassikers „This is not America“ findet sich im Repertoire. Im Konzert ohne Publikum in Berlin stellte das Julia Hülsmann Quartett auch neue, noch unveröffentlichte Kompositionen vor.
    Uli Kempendorff, Tenorsaxofon
    Julia Hülsmann, Klavier
    Marc Muellbauer, Kontrabass
    Heinrich Köbberling, Schlagzeug
    Aufnahme vom 28.8.2020 aus dem Funkhaus von Deutschlandfunk Kultur, Berlin