Tarifstreit
Pilotenstreik bei Lufthansa: Hunderte Flugausfälle

Bei der Lufthansa haben die Piloten am ersten von zwei Streikttagen die Arbeit niedergelegt. Betroffen sind Passagier- und Frachtflüge an deutschen Flughäfen, insbesondere an den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München.

    "Gestrichen" steht am Hamburger Flughafen auf einer Anzeigetafel für Flüge.
    Neuer Pilotenstreik bei der Lufthansa (Daniel Bockwoldt / dpa / Daniel Bockwoldt)
    In Frankfurt entfiel jeder dritte Flug der Airline. In München waren 230 Flüge betroffen. Am Flughafen Köln/Bonn fielen alle drei geplanten Lufthansa-Flüge nach München aus, die drei Landungen wurden ebenfalls annulliert. Auch am Hamburger Flughafen fielen einige Flüge aus, ebenso am Stuttgarter Flughafen.

    Lufthansa setzt auf freiwillige Crews

    Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erklärte, der Streik verlaufe wirkungsvoller als erwartet. Die Lufthansa hatte vor Beginn des Streiks angekündigt, mehr als die Hälfte ihres Programms aufrechterhalten zu wollen. Auf der Langstrecke sollten rund 60 Prozent der Maschinen starten. Der Konzern wollte größere Flugzeuge und freiwillige Crews einsetzen. Von Ausfällen betroffene Gäste würden per E-Mail benachrichtigt, hieß es. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist. Flüge ins Krisengebiet Nahost sollten nicht bestreikt werden. Morgen wird ebenfalls gestreikt, allerdings in geringerem Umfang, weil die Regionaltochter Lufthansa Cityline wieder planmäßig fliegt.
    Auch insgesamt dürfte dieser Streik im Vergleich zu jenem im Vormonat weniger umfangreich ausfallen, da sich das Kabinenpersonal diesmal nicht beteiligt. Hintergrund des Konflikts sind festgefahrene Tarifverhandlungen über die Vergütung bei der Tochtergesellschaft CityLine sowie die betriebliche Altersversorgung.
    Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.