Rüstung
Pistorius begründet Aus für Fregatten-Projekt mit explodierenden Kosten und massiven Verzögerungen - Kritik von Linken und Grünen

Das Verteidigungsministerium hat das Aus für das Fregattenprojekt F126 bekannt gegeben.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesverteidigungsminister, spricht zur Kiellegung der Fregatte F126 "Niedersachsen" auf der Peene-Werft.
    Im vergangenen Jahr sprach Verteidigungsminister Pistorius noch zur Kiellegung"Niedersachsen". Nun wird das Rüstungsprojekt wegen Verzögerungen beendet. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)
    Ressortchef Pistorius begründete die Entscheidung mit explodierenden Kosten ‌und massiven Verzögerungen. Es seien bereits mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgegeben worden, sagte der SPD-Politiker nach einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags in Berlin. Zugleich kündigte er an, Schadenersatzansprüche gegen die ursprünglich beauftragte niederländische Damen-Werft prüfen zu lassen. Laut Verteidigungsministerium soll nun die Thyssenkrupp-Tochter TKMS ‌einen ‌Großauftrag für acht Fregatten des Typs MEKO A-200 erhalten.
    Kritik kam von Linken und Grünen. Der Linken-Politiker Bartsch sprach von einer teuren Blamage. Seit Jahren seien bei dem Projekt die Probleme gewachsen und die Kosten explodiert. Pistorius müsse eine Reform ⁠des Beschaffungswesens auf ‌den Weg bringen. Der Grünen-Politiker Schäfer sagte im Deutschlandfunk, die bislang entstandenen Kosten habe der Verteidigungsminister zu verantworten.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Milliardenkosten – Verteidigungsminister Pistorius beendet Fregattenprojekt
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.