
Ressortchef Pistorius begründete die Entscheidung mit explodierenden Kosten und massiven Verzögerungen. Es seien bereits mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgegeben worden, sagte der SPD-Politiker nach einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags in Berlin. Zugleich kündigte er an, Schadenersatzansprüche gegen die ursprünglich beauftragte niederländische Damen-Werft prüfen zu lassen. Laut Verteidigungsministerium soll nun die Thyssenkrupp-Tochter TKMS einen Großauftrag für acht Fregatten des Typs MEKO A-200 erhalten.
Kritik kam von Linken und Grünen. Der Linken-Politiker Bartsch sprach von einer teuren Blamage. Seit Jahren seien bei dem Projekt die Probleme gewachsen und die Kosten explodiert. Pistorius müsse eine Reform des Beschaffungswesens auf den Weg bringen. Der Grünen-Politiker Schäfer sagte im Deutschlandfunk, die bislang entstandenen Kosten habe der Verteidigungsminister zu verantworten.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
