Bundestag
Pistorius lehnt deutsche Beteiligung am Iran-Krieg ab - Kampfhandlungen gehen weiter

Verteidigungsminister Pistorius hat einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg abgelehnt.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, spricht während der Aktuellen Stunde in der 61. Plenarsitzung der 21. Legislaturperiode im Deutschen Bundestag.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius spricht im Deutschen Bundestag. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Deutschland sei nicht Kriegspartei und die Bundeswehr werde sich am Krieg beteiligen, sagte der SPD-Politiker in einer Aktuellen Stunde des Bundestags. Die Bundesrepublik werde stattdessen alles daran setzen, zur Deeskalation beizutragen und eine Ausbreitung von Gewalt einzudämmen, sagte Pistorius. Priorität für die Bundesregierung habe nun der Schutz der deutschen Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten in der Region. Morgen früh wird ein erster Flug zur Rückholung deutscher Staatsbürger in Frankfurt am Main erwartet. Weitere Flüge für festsitzende Reisende sind in den kommenden Tagen geplant.
    Unterdessen gehen die Kampfhandlungen in der Region weiter. Der Iran hat erneut auf US-Stellungen und auf Israel gefeuert. Laut US-Verteidigungsminister Hegseth hat die Zahl der Raketen und Drohnen aus dem Iran inzwischen aber deutlich abgenommen. In Israel gab es trotzdem erneut Luftalarm in Jerusalem, Tel Aviv und anderen Städten. Die Angriffe kamen offenbar aus dem Iran aus aus dem Libanon.
    Gleichzeitig hat Israel erneut die iranische Hauptstadt Teheran aus der Luft angegriffen. Dabei sei auch ein Militär-Komplex bombardiert worden, in denen die Hauptquartiere aller Sicherheitsorganisationen des Landes untergebracht seien. Iranische Staatsmedien melden seit Beginn der Kampfhandlungen 1045 Todesopfer. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
    Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.