Wehrdienst-Debatte
Pistorius pocht auf flächendeckende Musterung

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat sich erneut dafür eingesetzt, alle jungen Männer eines Jahrgangs zu mustern.

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, rechts, spricht in ein Funkgeraet, links: Oberst Olaf Tuneke, Leiter der Artillerieschule, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Artillerieschule in Idar-Oberstein am 16.09.2024
    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, rechts, spricht in ein Funkgeraet, links: Oberst Olaf Tuneke, Leiter der Artillerieschule, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Artillerieschule in Idar-Oberstein am 16.09.2024 (picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON)
    Beim Besuch des Heimatschutzregiments in Münster sagte der SPD-Politiker, es solle zudem "Pflichtelemente" geben, falls die Bundeswehr nicht genügend Freiwillige finde. Der Verteidigungsminister schloss sich damit dem Militärhistoriker Sönke Neitzel an. Neitzel hatte bei einer Sachverständigen-Anhörung im Bundestag gesagt, der Entwurf für das Wehrdienst-Gesetz sei ein Dokument des Zögerns und Zauderns und setze zu sehr auf Freiwilligkeit. Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Wüstner, erklärte, das geplante Gesetz könne die Personalprobleme der Bundeswehr nicht lösen. Die Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings, Daniela Broda, lehnte dagegen eine Wehrpflicht ab.
    Diese Nachricht wurde am 10.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.