Ukraine-Reise
Pistorius: Putins Reden von Kriegsende vermutlich Täuschungsmanöver

Bundesverteidigungsminister ​Pistorius hat die jüngsten Äußerungen des russischen Staatschefs Putin über ein nahendes Ende des Ukraine-Krieges als mögliches ‌Täuschungsmanöver bezeichnet.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, wird von Heiko Thoms, deutscher Botschafter in der Ukraine, auf dem Hauptbahnhof in Kiew begrüßt.
    Boris Pistorius wurde vom deutschen Botschafter in der Ukraine, Heiko Thoms, auf dem Hauptbahnhof in Kiew begrüßt. (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
    Pistorius sagte bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ‌es liege an Putin, diesen ⁠Krieg und den Terror zu beenden. Der russische Präsident könnte seine Truppen abziehen oder zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen einladen. Stattdessen stelle er jedoch wie üblich Bedingungen. Der SPD-Politiker führte aus, Putin wolle offenbar ⁠mit seinem Vorgehen von eigener Schwäche ⁠ablenken, da seine Armee derzeit kaum Geländegewinne vorweisen könne. Putin hatte am ⁠Wochenende mit Blick auf den Krieg in der Ukraine gesagt, er glaube, dass ​sich - so wörtlich - die "Angelegenheit" dem Ende zuneige. Als bevorzugten Vermittler für Gespräche mit der EU brachte er den ehemaligen Bundeskanzler Schröder ins Spiel.
    Pistorius hält sich zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation in der Ukraine auf. Nach seiner Ankunft in Kiew sagte er, Ziel sei die gemeinsame Entwicklung unbemannter Waffensysteme.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.