Bundeswehr
Pistorius: Soldaten für Litauen-Brigade notfalls verpflichten

Die Bundeswehr will die Soldaten für ihre im Aufbau befindliche Brigade im NATO-Staat Litauen notfalls zum Einsatz verpflichten.

    Robertas Kaunas (l) , Verteidigungsminister von Litauen, und Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, geben bei der ersten Übung der stationierten Panzerbrigade 45 der Bundeswehr eine Pressekonferenz.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius besucht "Freedom Shield" in Litauen. (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
    Das teilte Bundesverteidigungsminister Pistorius nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Kaunas in der litauischen Stadt Pabrade mit. Er sagte, zwar sei der Aufbau der Brigade auf einem guten Weg. Doch werde man vermutlich nicht alle 4.800 Soldaten freiwillig rekrutieren können. Die Einsatzbereitschaft der Brigade habe aber höchste Priorität, betonte der SPD-Politiker. 
    Anlass des Besuchs des Verteidigungsministers war die erste Übung der Panzerbrigade 45. Die Bundesregierung hatte sie Litauen und der NATO im Jahr 2023 als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt. Die Brigade soll bis 2027 als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiter in Litauen stationiert.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.