
Es gehe um Überwachung und Patrouillen, sagte er bei einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Kallas in Berlin. Eine mögliche NATO-Mission könnte "Arctic Sentry" heißen, in Anlehnung an die "Baltic Sentry"-Mission zur Überwachung der Ostsee. Zur Begründung verwies Pistorius auf zunehmende russische Militärpräsenz. Insbesondere der Schutz der Meeresrouten im Nordatlantik zwischen Grönland, Island und Großbritannien sei wichtig. Sie könnten im Konfliktfall für eine Abschottung Amerikas von Europa genutzt werden.
Pistorius ließ damit ein Argument anklingen, das die Trump-Regierung anführt, die die Kontrolle über das autonome Grönland erlangen will. Die Insel gehört völkerrechtlich zum NATO-Partner Dänemark. Trump hatte erklärt, Dänemark könne Grönland angesichts russischer und chinesischer Präsenz in der Arktisregion nicht ausreichend schützen. Der dänische Außenminister Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Motzfeldt wollen heute in Washington den US-Vizepräsidenten Vance und Außenminister Rubio treffen.
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
