Bundestag
Pistorius zeigt sich bei Wehrdienst kompromissbereit

Verteidigungsminister Pistorius hat den in der Koalition umstrittenen Gesetzentwurf für einen neuen Wehrdienst verteidigt.

    Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister, spricht in der Debatte zum Wehrdienst-Modernisierungsgesetz im Bundestag.
    Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister, spricht in der Debatte zum Wehrdienst-Modernisierungsgesetz im Bundestag. (Niklas Graeber/dpa)
    Bei der Debatte im Bundestag sprach er sich erneut dafür aus, ab 2027 ganze Jahrgänge zu mustern. Dabei gehe es darum, einen Überblick zu erhalten, wer im Ernstfall dazu in der Lage sei, das Land zu verteidigen. Pistorius betonte auch, dass es zu einem Pflichtdienst kommen müsse, wenn die freiwillige Anwerbung für den neuen Wehrdienst nicht ausreiche. Angesichts der Diskussion der vergangenen Tage äußerte er sich aber offen für andere Modelle bei der Musterung.
    Eine Arbeitsgruppe aus den Fraktionen von Union und SPD hatte vorgeschlagen, nur Teile eines Jahrgangs zu mustern und diesen per Los zu bestimmen. Der stellvertretende Unionsfraktionschef, Röttgen, verteidigte im Bundestag dieses Zufallsverfahren, da im Gesetzentwurf von Pistorius die Frage nach der Wehrgerechtigkeit bisher nicht beantwortet sei.
    Union und SPD wollen nun weiter über mögliche Änderungen beraten. Ziel bleibt, dass das Wehrdienst-Gesetz zum 1. Januar in Kraft tritt.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.