Katholische Kirche
Pius-Bruderschaft legt Einspruch im Vatikan gegen Exkommunizierung ein

Nach der Exkommunizierung zahlreicher Angehöriger der Pius-Bruderschaft aus der katholischen Kirche hat die Gemeinschaft die Aussetzung der Strafen beantragt.

    Die neugeweihten Bischöfe bekommen ihre Mitren während der vom Vatikan nicht erlaubten Bischofsweihe durch die traditionalistische katholische Piusbruderschaft im schweizerischen Econe am 1. Juli 2026.
    Die unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft führen zu Spannungen in der katholischen Kirche. (AFP / FABRICE COFFRINI)
    Wie die Bruderschaft mitteilte, legte sie bei der vatikanischen Glaubensbehörde gegen ein von dem Organ veröffentlichtes Dekret Einspruch ein. Man mache von dem Recht Gebrauch, das die Kirche jeder Person zuerkenne, die sich durch einen Verwaltungsakt verletzt sehe, hieß es.
    Vor zwei Wochen hatte die erzkonservative Piusbruderschaft gegen den Willen des Papstes vier neue Bischöfe geweiht und damit nach kirchlichem Recht eine Abspaltung vollzogen. An der Zeremonie im schweizerischen Écône nahmen Tausende Menschen teil. Der Vatikan hatte reuigen Piusbrüdern zuletzt eine Rückkehr in die Kirche angeboten. Unter anderem müssten sie dafür in einem eigenhändig geschriebenen Brief dem Papst die Treue versprechen.
    Die Piusbruderschaft wurde 1970 als Reaktion auf die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils gegründet. Die Mitglieder weisen viele dieser Reformen als zu liberal zurück.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.