Landgericht Verden
Plädoyer der Staatsanwaltschaft im Prozess gegen früheres RAF-Mitglied Klette

Im Prozess gegen das frühere RAF-Mitglied Daniela Klette hat die Staatsanwaltschaft mit ihrem Plädoyer begonnen. Vor dem Landgericht Verden erklärte die Anklagebehörde, die Delikte seien mit ganz erheblicher krimineller Energie verübt worden.

    Theune sitzt, Klette und Weyers stehen in dem Raum. Dahinter eine weitere Person.
    Daniela Klette (m.) steht mit ihren Anwälten Undine Weyers (r) und Lukas Theune (l) zu Beginn des Verhandlungstages im einem improvisierten Verhandlungsraum des Landgerichts Verden. (Sina Schuldt/dpa)
    Die Staatsanwaltschaft wirft der 67-Jährigen unter anderem versuchten Mord aus Habgier vor. Außerdem legen die Ermittler ihr Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Bei einer Verurteilung droht Klette eine mehrjährige Haftstrafe.
    Vor dem Landgericht Verden geht es nur um die Überfälle, mit denen die ehemaligen RAF-Mitglieder ihr Leben im Untergrund finanziert haben sollen. Zu dem Zeitpunkt hatte sich die RAF schon aufgelöst. Die Mitgliedschaft in der linksterroristischen Vereinigung selbst ist mittlerweile verjährt. Klette könnte aber noch wegen drei Anschlägen zwischen 1990 und 1993 vor Gericht kommen. Die Bundesanwaltschaft erhob deshalb kürzlich Anklage.
    Die Ex-Terroristin war im Februar 2024 in Berlin gefasst worden, wo sie lange unter falschem Namen gelebt hatte. Von Garweg und Staub fehlt bislang jede Spur.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.