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Polarlichter

Herbst und Winter sind die beste Zeit, um eines der schönsten Farbspiele der Natur zu erleben. Die Nordlichter schmücken als schimmernde Lichtvorhänge den Nachthimmel. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Sonnenpartikel weit oberhalb der Erdoberfläche auf Stickstoff- oder Sauerstoffteilchen treffen und diese zum Leuchten anregen.

Damond Benningfield |
    Am besten sieht man die Polarlichter hoch in nördlichen Breiten. Den schönsten Anblick hat sicherlich die Besatzung der Internationalen Raumstation. Donald Pettit, als Wissenschaftler vor einem Jahr an Bord der Station, beschreibt sein Erlebnis:

    Donald Pettit: Die Polarlichter sind - und werden es wohl immer sein – das wohl schönste Naturphänomen für mich. Sie sind unglaublich spektakulär – diese Aurorae. Schon in Alaska hatte ich mich in die Aurora verliebt. Gespannt wartete ich auf die Beobachtung aus dem All. Und die gibt dir wirklich eine andere Perspektive. Der Blick von Horizont zu Horizont beträgt gewiss Hunderte von Kilometern.

    Pettit: Einige Male durchquerten wir die Polarlichter. Meistens sahen wir sie weit am Horizont, doch manchmal konnten wir sie hautnah erleben, wenn wir durch sie hindurch flogen. Am meisten hat mich erstaunt, dass wir aus unserer Flughöhe beim Blick aus dem Fenster eine rosarote Färbung sahen – beim Blick nach unten eine grüne. Man konnte über diese grünen Lichtbänder fliegen und beim Blick nach unten den Lichtervorhang der Polarlichter sehen. Und wieder: dies gab mir eine ganz andere Perspektive von den wunderschönen Polarlichtern.