Konflikt um Grönland
Politik und Industrie in Deutschland fordern Vorgehen Europas gegen US-Zolldrohungen

In der deutschen Politik und Industrie wird eine harte Reaktion auf die von US-Präsident Trump angedrohten Sonderzölle wegen dessen Ansprüchen auf Grönland gefordert.

    Verschneite Häuser in Nuuk, Grönland
    Die US-Ansprüche auf Grönland sorgen für Spannungen zwischen den USA und Europa. (IMAGO / Anadolu Agency)
    Bundesfinanzminister Klingbeil, SPD, erklärte, eine gemeinsame deutliche Antwort der Europäer sei wichtig. Bundesaußenminister Wadephul stellte die Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA infrage. Damit würden ab dem 6. Februar automatisch zusätzliche Zölle für viele US-Produkte gelten. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer und der Außenhandelsverband BGA forderten laut dem Nachrichtenportal "Politico", klare Grenzen zu ziehen und alle Instrumente des EU-Handelsschutzes zu prüfen.
    Bei einem Sondertreffen verständigten sich die EU-Botschafter darauf, zunächst die diplomatischen Bemühungen zu verstärken. Sollten die US-Zölle dennoch in Kraft treten, werde die EU reagieren.
    Trump hatte am Samstag den Unterstützerstaaten Dänemarks mit Sonderzöllen gedroht, sollte er nicht die Möglichkeit bekommen, Grönland zu kaufen.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.