Nach Urteil des Supreme Courts
Politiker und Ökonom sprechen sich für Aussetzen des EU-Zollabkommens mit den USA aus

Nach dem Zoll-Urteil des Supreme Courts wird in Politik und Wirtschaft ein Aussetzen des EU-Zollabkommens mit den USA gefordert.

    US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schütteln sich die Hände, umgeben von den Delegationsmitgliedern.
    US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatten sich im vergangenen Jahr auf das Zollabkommen verständigt. (picture alliance / AP / Jacquelyn Martin)
    Der SPD-Europaabgeordnete Lange erklärte, niemand wisse, ob die Vereinigten Staaten sich überhaupt noch an getroffene Abmachungen halten könnten. Er kündigte an, bei einer Sondersitzung im EU-Parlament die Aussetzung vorzuschlagen. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Wiese sprach sich gegenüber dem Medienportal "Politico" dafür aus. Der Ökonom und Regierungsberater Südekum sagte dem Portal "The Pioneer", dem Deal zwischen EU und USA sei die Grundlage entzogen worden. Das Abkommen war im vergangenen Jahr vereinbart worden, ist aber noch nicht final abgesegnet.
    US-Präsident Trump kündigte inzwischen Zölle auf Basis einer anderen rechtlichen Regelung an. Ob dies juristisch standhält, ist offen. Die EU-Kommission rief Washington auf, Klarheit zu schaffen.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.