Ostermärsche gegen Krieg
Politiker warnen vor einseitigen Friedensforderungen

Bundeskanzler Scholz hat anlässlich der Osterfeiertage die deutsche Unterstützung für die Ukraine bekräftigt.

30.03.2024
    Nordrhein-Westfalen, Dortmund: "ohne Frieden no Future - Rentnerin for future" steht auf einem Plakat, das eine Frau am Ostermontag zum Abschluss des Ostermarsch Rhein-Ruhr 2021 zeigt.
    Ostermärsche in Deutschland (dpa / Bernd Thissen)
    Der SPD-Politiker sagte in einer Videobotschaft, alle sehnten sich nach einer friedlicheren Welt. Frieden ohne Freiheit heiße aber Unterdrückung. Deshalb unterstütze Deutschland die von Russland angegriffene Ukraine im Kampf für einen gerechten Frieden, solange dies nötig sei - auch im Interesse der eigenen Sicherheit. Bundeswirtschaftsminister Habeck rief dazu auf, mehr in die Verteidigung zu investieren. Man müsse sich auf die Bedrohungslage einstellen, betonte der Grünen-Politiker. Alles andere wäre naiv. Bundesaußenministerin Baerbock mahnte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, man dürfe in Konflikten nicht einfach das Leid einer Seite ausblenden. So dürften beispielsweise die Menschen in Israel nicht gegen die Palästinenser ausgespielt werden. Der CDU-Vorsitzende Merz meinte mit Blick auf die Ostermärsche, für Frieden zu demonstrieren sei alles andere als verwerflich. Friedfertigkeit allein sei jedoch keine ausreichende Antwort. - Für heute sind rund 70 Veranstaltungen geplant, unter anderem in München, Leipzig, Stuttgart, Köln und Bremen.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.