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Nach Eklat im Weißen Haus
Politiker zeigen sich empört nach Trumps Äußerungen

Die Äußerungen Trumps bei dem Treffen mit Selenskyj haben für Empörung gesorgt.

    Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Schumer, warf Trump und seinem Vizepräsidenten Vance vor, die - so wörtlich - "Drecksarbeit" des russischen Staatschefs Putin zu machen. Frankreichs Präsident Macron mahnte zu Respekt für Selenskyj und die Ukraine. Es gebe einen Aggressor; das sei Russland. Und es gebe ein angegriffenes Volk; das sei die Ukraine. Der polnische Regierungschef Tusk sicherte Kiew weitere Unterstützung zu. Ähnlich äußerte sich der spanische Ministerpräsident Sanchez.
    Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Wadephul, erklärte, die Szenen aus dem Weißen Haus seien schockierend. Er stelle sich die Frage, wie man dem Präsidenten eines überfallenen Landes so in den Rücken fallen könne. Der SPD-Außenpolitiker Schmid sprach von einer unsäglichen Täter-Opfer-Umkehr durch Trump. Das lasse Schlimmes für die zukünftigen Verhandlungen befürchten. Die Grünen-Vorsitzende Brantner sagte, Trump lege ein imperialistisches Gebaren an den Tag und mache klar, was er unter Diplomatie verstehe: nämlich Erpressung und Ausverkauf.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.