Großbritannien
"Politischer Trick" - Parteiübergreifende Kritik an Rechtspopulist Nigel Farage nach Mandatsniederlegung

Die Ankündigung des britischen Rechtspopulisten Farage, sein Parlamentsmandat niederzulegen, um sich einer Neuwahl zu stellen, ist parteiübergreifend auf Kritik gestoßen.

    Der Vorsitzende der Reformpartei UK, Nigel Farage, gibt im Anschluss an seine Erklärung eine Stellungnahme gegenüber den Medien im Parteihauptquartier in Millbank, London, ab.
    Der Vorsitzende der Reformpartei UK, Nigel Farage (picture alliance/PA Images/Gareth Fuller)
    Außenministerin Cooper von der Labour-Partei sprach von einem "politischen Trick". Farage wolle auf diese Weise von den Vorwürfen gegen ihn ablenken. Labour, die konservativen Tories sowie weitere Parteien kündigten an, die Neuwahl in dem Bezirk im Osten Englands zu boykottieren.
    Farage hatte gestern vor dem Hintergrund nicht offengelegter Spenden erklärt, er wolle sich dem Votum der Wähler erneut stellen. Medienberichten zufolge soll ihm ein wegen Betrugs verurteilter Krypto-Unternehmer im Wahlkampf unter anderem Mitarbeiter bezahlt haben. Gegen Farage läuft bereits eine Untersuchung wegen einer nicht deklarierten Millionenspende eines anderen Krypto-Milliardärs.
    Farages Partei Reform UK führt derzeit in Großbritannien die Umfragen als stärkste Partei an.
    Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.