Nahost
Politisches Lager von Abbas erzielt Sieg bei palästinensischen Kommunalwahlen

Aus den palästinensischen Kommunalwahlen ist das politische Lager von Präsident Abbas als Sieger hervorgegangen.

    Mahmoud Abbassitzt an einem Konferenztisch, auf dem Schild vor ihm steht auf Englisch und Arabisch "State of Palestine". Er schaut leicht zur Seite.
    Mahmoud Abbas, Chef der palästinensischen Autonomiebehörde. (picture alliance / Newscom / Saudi Press Agency)
    Nach Angaben der Wahlbehörde in Ramallah erhielten die Kandidaten seiner Fatah-Partei die meisten Sitze. Im israelisch besetzten Westjordanland boykottierte die rivalisierende Hamas allerdings die Abstimmung. Viele Fatah-Vertreter traten deshalb ohne Gegenkandidaten an.
    Im von der militant-islamistischen Hamas beherrschten Gazastreifen wurde lediglich in der Stadt Deir al-Balah gewählt. Dort errang eine von der Fatah unterstützte Liste sechs von 15 Sitzen. Hamas-Kandidaten erhielten zwei Mandate. Der Rest ging an zwei unabhängige Gruppen.
    Während die Wahlbeteiligung im Westjordanland den Behörden zufolge bei 56 Prozent lag, nahmen in Deir al-Balah im Gazastreifen nur 23 Prozent teil.
    Der palästinensische Ministerpräsident Mustafa sprach von einem wichtigen Schritt, demokratische Strukturen in der Region zu stärken. Ein Hamas-Sprecher erklärte, das Wahlergebnis habe keinerlei Auswirkungen auf übergeordnete nationale Fragen in den Palästinensergebieten.
    Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.