
Nach Angaben der Wahlbehörde in Ramallah erhielten die Kandidaten seiner Fatah-Partei die meisten Sitze. Im israelisch besetzten Westjordanland boykottierte die rivalisierende Hamas allerdings die Abstimmung. Viele Fatah-Vertreter traten deshalb ohne Gegenkandidaten an.
Im von der militant-islamistischen Hamas beherrschten Gazastreifen wurde lediglich in der Stadt Deir al-Balah gewählt. Dort errang eine von der Fatah unterstützte Liste sechs von 15 Sitzen. Hamas-Kandidaten erhielten zwei Mandate. Der Rest ging an zwei unabhängige Gruppen.
Während die Wahlbeteiligung im Westjordanland den Behörden zufolge bei 56 Prozent lag, nahmen in Deir al-Balah im Gazastreifen nur 23 Prozent teil.
Der palästinensische Ministerpräsident Mustafa sprach von einem wichtigen Schritt, demokratische Strukturen in der Region zu stärken. Ein Hamas-Sprecher erklärte, das Wahlergebnis habe keinerlei Auswirkungen auf übergeordnete nationale Fragen in den Palästinensergebieten.
Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
