Neuwahlen
Politologe von Alemann: Wahlkampf ist immer „heißes Geschäft“

Der Politologe von Alemann begrüßt das sogenannte Fairness-Abkommen zur Bundestagswahl, das SPD, CDU, CSU, Grüne, FDP und Linke geschlossen haben. Wahlkampf sei allerdings immer ein heißes Geschäft, sagte von Alemann im Deutschlandunk. Die Politikerinnen und Politiker müssten daher auch mit Schlägen unter die Gürtellinie rechnen.

    Eine Plakatwand zeigt Plakate verschiedener Parteien. In der ersten Reihe sind Plakate von großen Parteien wie CSU, SPD Grüne und AfD. In der zweiten Reihe sind Plakate von Kleinparteien zu sehen, darunter die Satirepartei, Volt und die Tierschutzpartei.
    Wahlkampf sei immer ein heißes Geschäft, so von Alemann. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Franz Feiner)
    Das Fairness-Abkommen sieht unter anderem vor, auf persönliche Herabwürdigungen oder Angriffe auf das persönliche oder berufliche Umfeld von Politikerinnen und Politikern zu verzichten und respektvoll miteinander zu debattieren. Zuletzt hatte Bundespräsident Steinmeier die Parteien zu einem respektvollen und lösungsorientierten Wahlkampf aufgerufen. Mit Blick auf den Bruch der Ampel-Koalition gab Politologe von Alemann zu bedenken: „Wir haben in den vergangenen Wochen schon manches erlebt, was nicht so dem Respekt und Anstand entsprach, den der Bundespräsident fordert.“
    Der Professor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verwies darauf, dass es bereits in der Vergangenheit derartige Fairness-Abkommen gegeben habe. Dennoch sei der Wahlkampf letztlich nicht immer ohne Probleme abgelaufen. „Aber immerhin“, meinte Alemann: „Überhaupt die Tatsache, dass man in Deutschland ein solches Abkommen schließen kann, ist nicht selbstverständlich in anderen europäischen Demokratien.“
    Das Interview mit Ulrich von Alemann können Sie hier nachhören.
    Diese Nachricht wurde am 27.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.