
Auch dem Deutschlandfunk liegt ein solches Schreiben vor. Darin bekennt sich der Verfasser zu Angriffen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Er nennt Details, die zunächst noch nicht öffentlich bekannt waren. Als Motiv gibt er den Kampf gegen fossile Energieträger an. Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul sagte, es spreche einiges dafür, dass ein Einzeltäter dahinterstecke.
Derzeit läuft ein Einsatz der nordrhein-westfälischen Polizei am Hambacher Forst. Die Ermittler vermuten dort den Schreiber der Bekennerbriefe, weil sie sein Auto fanden.
Täglich neue Sabotagefälle
Am Dienstag war mit Hilfe von Abschussvorrichtungen gezielt die Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gestört worden. Gestern Abend fand man ähnliche Gegenstände auf einem Feld in der Nähe der Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Im niedersächsischen Landkreis Oldenburg gab es einen Polizeieinsatz an einem Umspannwerk. Ein weiteres Werk überprüfte die Polizei in Weisweiler bei Aachen.
Brandenburg will neues Sicherheitszentrum einrichten
Als Reaktion auf die Sabotage nahe dem Kraftwerk Jänschwalde kündigte das brandenburgische Innenministerium ein neues Sicherheitszentrum im Land zum Schutz von kritischer Infrastruktur an. Die Angriffe auf das Stromnetz in Jänschwalde sowie in Bergheim zeigten, wie bedroht die kritische Infrastruktur in Deutschland sei und dass sie dringend geschützt werden müsse.
Unter kritischer Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien.
Weiterführende Informationen
Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





