Ungarn
Polizei will Pride-Parade in Budapest im Juni diesmal nicht verbieten

In der ungarischen Hauptstadt Budapest soll die sogenannte Pride-Parade in diesem Jahr anders als 2025 nicht verboten werden.

    Vor mehreren bunt gekleideten Teilnehmern hält jemand eine Fahne mit den Regenbogenfarben und weiteren Farben.
    Teilnehmer der Budapester Pride-Parade im vergangenen Jahr. (picture alliance / NurPhoto / Balint Szentgallay)
    Die Budapester Polizei erklärte, nach Gesprächen mit den Organisatoren hätten sich keine Gründe für ein Verbot ergeben. Die Pride-Parade soll am 27. Juni stattfinden. Die Polizei genehmigte zugleich drei Gegendemonstrationen.
    Mit der Pride-Parade wird wie in vielen anderen Ländern für die Rechte homo- und bisexueller, transgeschlechtlicher sowie nichtbinärer Menschen demonstriert. Der im Mai aus dem Amt geschiedene rechtsgerichtete Ministerpräsident Orban hatte diese Rechte jahrelang unter dem Vorwand des Kinderschutzes eingeschränkt. Im vergangenen Jahr verabschiedete das ungarische Parlament eine Gesetzesänderung, die auf ein Verbot von Pride-Paraden abzielte. Dennoch nahm in Budapest eine Rekordzahl von rund 200.000 Menschen an dem Umzug teil.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.