Migration
Polizeibeauftragter Grötsch fordert Debatte über Grenzkontrollen

Der Polizeibeauftragte des Bundes, Grötsch, fordert vor dem Hintergrund der gesunkenen Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland eine Debatte über die Grenzkontrollen.

    Ulrich Peter Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes, stellt beim Deutschen Bundestag den Jahresbericht vor.
    Ulrich Peter Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes (picture alliance/ABBfoto/Frederik Kern)
    In seinem Jahresbericht verwies Grötsch auf die Belastung der Bundespolizei durch die Grenzkontrollen. Diese wurden 2015 an ausgewählten Grenzen eingeführt und inzwischen auf alle ausgeweitet. Dieser dauerhafte Einsatz habe Auswirkungen auf andere Kernaufgaben der Bundespolizei, schrieb Grötsch. Es bestehe beispielsweise die Gefahr, dass Ausbildung und das Training komplexer Einsätze nicht im erforderlichen Umfang stattfinden könnten.
    Grötsch ist seit 2024 der erste Polizeibeauftragte des Bundes. Er soll als unabhängige Stelle außerhalb der Behörden Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten und strukturelle Missstände bei der Polizei nachgehen.
    Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.