Siegburg
Polizeieinsatz in ICE nach Anschlags-Drohungen, 12 Leichtverletzte

Im nordrhein-westfälischen Siegburg hat ein Mann in einem ICE mit einem Anschlag gedroht und zwölf Fahrgäste mit Knallkörpern leicht verletzt.

    Vor einem kleinen Regionalbahnhof stehen bei Nacht Einsatzfahrzeuge der Polizei mit aktivem Blaulicht, drumhereum stehen mehrere Polizisten. Im Hintergrund ist ein auf dem Gleis stehender ICE-Zug zu sehen.
    Polizeieinsatz am ICE-Bahnhof Siegburg nach einer Anschlagsdrohung (Marius Fuhrmann / dpa / Marius Fuhrmann)
    Der 20-Jährige warf laut Zeugenaussagen pyrotechnische Gegenstände, die mit Kunststoffkugeln gefüllt waren. Die betroffenen Fahrgäste erlitten unter anderem Knalltraumata. Die Polizei teilte mit, wirklich gefährlich seien die Böller für Menschen nicht gewesen. Der Mann sei in Gewahrsam genommen worden. Der ICE hatte sich im Oster-Reiseverkehr auf einer vielbefahrenen Strecke befunden, auf der auch der Frankfurter Flughafen angesteuert wird. Die Fahrgäste mussten den Zug verlassen, darunter viele Urlauber mitsamt Koffern. Sie wurden von der Feuerwehr versorgt.
    Der ICE musste zunächst am Bahnsteig stehen bleiben, um von den Einsatzkräften komplett untersucht werden zu können.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.