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Popmusik Leiden in Liedern

Von Björk über Kurt Cobain bis zu Christiane Rösinger: Pop-Songs transportieren seit jeher schmerzhafte Emotionen. Wie verarbeiten Musiker Seelenqualen in ihren Kompositionen? Und spenden die Songs eine Form von Trost? Das Leiden in Liedern ist für Künstler eine Transformation - für die Hörer eine Transzendenz.

Von Andi Hörmann | 31.10.2017

Christiane Rösinger 2010 beim Konzert im Berliner Theater Hebbel am Ufer
Sie hat die überbewertete Liebe zum Lebensthema gemacht: Musikerin Christiane Rösinger (imago/Roland Owsnitzki)
Liebe und Leiden sind ein Dauerthema in der Popkultur. Was gibt es da nicht für wundervolle, traurig-schöne Songs! Manche Musiker sind geradezu ikonographische Märtyrer der Seelenqual: Kurt Cobain von Nirvana krächzte zu Lebzeiten todessehnsüchtig, Thom Yorke von Radiohead winselt seit mehr als 20 Jahren wie ein gefallener Engel und Robert Smith jault mit seiner Band The Cure in schwarzer Nacht. Auch in der deutschsprachigen Popmusik klingt das Leiden in Liedern an: Christiane Rösinger hat sich die "überbewertete Liebe" zum Lebensthema gemacht, während der Schweizer Singer-Songwriter Faber Schmerz und Verlust in explizite Texte verpackt.
Die Faszination des Leidens
Wie leiden Musiker in ihren Kompositionen und was sind die Hintergründe? Was fasziniert uns Hörer am Leiden in der Popmusik? Ist es unsere Melancholie und Traurigkeit, die der Künstler stellvertretend in seinen Stücken verarbeitet? Spendet uns die Artikulation der Seelenqualen eine gewisse Form von Trost?
Im ersten Teil von "Corso Spezial" setzt sich Autor Andi Hörmann mit dem leidenden Musiker auseinander und nähert sich den Strategien, wie Leiden in der Popmusik komponiert wird. Im zweiten Teil stehen wir Hörer im Fokus, die magisch angezogen werden von der Inszenierung des Leids.
Leiden in Liedern – Teil 1: Wenn die Musik weint Audio Player

Leiden in Liedern – Teil 2: Wenn Musik unsere Tränen trocknet Audio Player